Silber momentan stark unterbewertet?

Silber momentan stark unterbewertet?

Die meisten Finanzmärkte befinden isch in sehr interessanten Zeiten. Sowohl bei Gold als auch bei Silber kommt die Produktion langsam zum Erliegen. Dies veranlasst einige Branchenexperten zu der Annahme, dass Silber ein stark unterbewerteter Vermögenswert ist, was für sich genommen durchaus interessant ist.

Gold und Silber in näherer Zukunft

Theoretisch hindert nichts die Gold- und Silberpreise daran, in naher Zukunft in die Höhe zu schnellen. Viele Anhaltspunkte sprechen bereits jetzt für einen Preisanstieg in der Edelmetalle. Was allerdings noch lange nicht heißt dass dem auch so sein wird. Die Märkte sind im Moment noch sehr angespannt, und es ist wenig bis gar keine unmittelbare Verbesserung in Sicht.

Zu den Faktoren, die für den Anstieg von Gold und Silber Preisen sprechen, gehören die Coronavirus-Pandemie und die Schließung verschiedener Minen. Die geringere Produktion von Edelmetallen ist in der Regel bullish für den Marktpreis. Gleichzeitig ist die weltweite Nachfrage nach beiden Edelmetallen deutlich zurückgegangen. Aufgrund dieses Faktors scheint es unwahrscheinlich, dass kurzfristig etwas Großes passieren wird.

Eine weitere günstige Entwicklung ist die Tatsache, dass die Volatilität der Silber- und Goldpreise fast vollständig zurückgegangen ist. Der Abwärtsdruck ist größtenteils gedämpft worden, aber es gibt auch keinen wirklichen Aufwärtstrend. Für lon-term Investoren gibt das im Moment nicht unbedingt Anlass zur Sorge.

Alles hängt davon ab, wie sich die Dinge in den kommenden Monaten entwickeln werden. Wenn die Nachfrage wieder anzieht und das Angebot sehr begrenzt bleibt, kann es in einigen Monaten zu einer Verschiebung kommen. Bis dahin scheint ein gewisser Status quo das plausibelste Ergebnis zu sein. Diejenigen, die auf der Suche nach einem schnellen Gewinn sind, sollten sich aber vielleicht auch andere Märkte ansehen.

Ist Silber wirklich unterbewertet?

Ein interessanter Kommentar wurde vom Analysten Steve St. Angelo geteilt. Er erwartet, dass sich die Lage bei allen Edelmetallen umkehren wird, weist jedoch ausdrücklich auf Silber als ein „Go-to-Asset“ hin. Er erwartet, dass Investoren der finanziellen Sicherheit Vorrang vor allem anderen geben werden, solange die Coronavirus-Krise anhält.

Wenn dies geschieht, bleibt abzuwarten, wie viel Gold und Silber es noch gibt. Bei den aktuellen Preisen lassen sich die leicht zugänglichen Reserven sozusagen im Handumdrehen aufschöpfen.

St. Angelo erwartet einen „Finanzsturm“ im gesamten 2. und 3. Quartal des Jahres 2020. Eine solche Situation wäre sicherlich interessant zu beobachten, auch wenn niemand wirklich weiß, ob und wann genau dies geschehen wird. Ob als Folge davon mehr Investoren in Edelmetalle strömen werden, wird sich erst noch zeigen.

Wenn man bedenkt, wie die Silver-to-Gold Ratio kürzlich 100 zugunsten von Gold erreichte, muss man sich fragen, ob Silber tatsächlich ein unterbewerteter Rohstoff ist. St. Angelo sieht eine glänzende Zukunft für dieses Edelmetall, sobald das Interesse der Anleger wieder zunimmt. Gold wird oft als ein Wertaufbewahrungsmittel angesehen, aber Silber könnte dieses Funktion irgendwann in der Zukunft möglicherweise ebenfalls erreichen.

Coronavirus-induzierte Marktvolatilität droht Australien und Neuseeland zu treffen

Coronavirus-induzierte Marktvolatilität droht Australien und Neuseeland zu treffen

Trotz einiger Anzeichen einer Markterholung ist die Volatilität noch lange nicht überwunden. Tatsächlich wird die globale Coronavirus-Krise erst mit zunehmender Zeit größere Spuren auf den Märkten hinterlassen.

Coronavirus-Volatilität ist noch nicht vorbei

Mehrere Faktoren tragen zu der unsicheren Marktstimmung rund um den Globus bei. Die Anleger sind ernsthaft besorgt darüber, was die Zukunft bringen könnte. Keine Investition scheint im Moment stabil oder lohnend zu sein. Jeden Tag, an dem die Aktienmärkte öffnen, werden unmittelbare Verluste verzeichnet.

Darüber hinaus haben nicht alle Länder angemessene Coronavirus-Maßnahmen ergriffen. Jeden Tag scheint ein weiteres Land einen Lockdown zu verordnen. Das führt zu einer Belastung der lokalen Wirtschaft und zwingt die Banken zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Quantitative Lockerung ist ab sofort das Gebot der Stunde, insbesondere in den Vereinigten Staaten und Europa.

Diese unbegrenzte Liquidität in die heimische Wirtschaft zu injizieren, ist ein gefährliches Spiel. Es scheint zu bestätigen, dass die Zentralbanken alle traditionellen Anlagen aufgeben. Das verheißt nichts Gutes für Aktien, Anteile, Anleihen und Schatzbriefe. Wenn mehr Liquidität einströmt, scheint sich das „Dumping“ dieser traditionellen Anlagen nur noch zu verstärken.

Kein Land kann sich dem Griff dieser Volatilität entziehen. In den USA und in Europa verschlechtert sich die Situation mit der Zeit nur noch. Es scheint nun, dass sich die asiatischen Märkte ein wenig erholen. Es ist noch zu früh, um festzustellen, ob die Coronavirus-Krise in diesem Teil der Welt unter Kontrolle ist.

Weitere Märkte, die noch betroffen sein werden, sind Australien und Neuseeland. Aus diesen Regionen kommen nicht viele Nachrichten bezüglich COVID-19. In Neuseeland ruft man von „verbesserten Maßnahmen“, um das Virus zu bekämpfen. Wie sich diese Maßnahmen auf die Finanzmärkte auswirken werden, lässt sich nur schwer vorhersagen.

Eine Ankündigung wurde bereits von der Reserve Bank of New Zealand gemacht. Die Zentralbank wird Staatsanleihen im Wert von 30 Milliarden NZ$ zurückkaufen. Dieser Ansatz entspricht in etwa dem, was in letzter Zeit in den USA und Europa geschehen ist. Leider haben diese Maßnahmen keine großen positiven Auswirkungen. Die Nachfrage nach alternativen Anlagen, wie Gold, Silber und Bitcoin, wird in nächster Zeit nicht nachlassen.